Stracke
an der
Strecke:
In
Montréal
tanzt
der Bär!
Inga
Stracke
berichtet
von
ihrem
Lieblings-Grand-Prix
in der
pulsierenden
Metropole
Montréal
Hallo,
liebe
Formel-1-Fans!
Montréal,
mein
Lieblings-Grand-Prix,
ist
einmal
mehr
viel zu
schnell
vorbei
gegangen!
Zu wenig
habe ich
wieder
erleben
können
von
dieser
traumhaften
Stadt,
die eine
perfekte
Mischung
aus
europäischem
Charme
und
nordamerikanischer
Großzügigkeit
ist.
Montréal-typisch
zum
Beispiel,
dass man
immer
wieder
zwischen
den
Hochhäusern
eine
wunderschöne
alte
Kirche
entdecken
kann.
Wie
immer
eine der
Hauptattraktionen
für alle
aus dem
Formel-1-Fahrerlager
in
Montréal:
Shoppen
gehen!
Fast
alle
Geschäfte
hatten
die
Fenster
mit
Formel-1-Zubehör
dekoriert,
mindestens
eine
Zielflagge
sah man
überall.
Bei der
Ankunft
am
Mittwochnachmittag
war ich
froh,
meine
Fleecejacke
eingepackt
zu
haben.
Es war
richtig
kalt,
unter
zehn
Grad und
Regen!
Klasse
aber
dafür:
Wie
immer
ist
mittwochs
doch die
Strecke
offen
und man
kann
selbst
mal eine
Runde
fahren.
Der
Kollege,
der
mitfuhr,
meinte
nur
kopfschüttelnd:
"Wie
können
die hier
auf
dieser
engen
Straße
nur so
schnell
fahren?"
In der
Tat, im
Fernsehen
sieht es
längst
nicht so
eng aus,
wie wenn
man
selbst
zwischen
den
Leitplanken
entlangfährt.
Das ist
auch in
Monaco
so oder
in
Spa-Francorchamps
- man
sieht im
Fernsehen
nicht
wirklich,
wie
steil es
dort
teilweise
bergauf
und
bergab
geht!
Donnerstagabend
konnten
wir bei
der
Honda-Experience
an der
Rennstrecke
eine
Innovation
besonderer
Art
sehen:
einen
kleinen
Roboter
(120
Zentimeter)
der auf
Zuruf
und
Bewegungen
reagiert:
ASIMO.
Ein
putziges
Kerlchen,
in dem
unglaublich
intensive
Forschungsarbeit
steckt!
Seit 20
(!)
Jahren
arbeiten
Honda-Ingenieure
an
diesem
Roboter
der
dafür
entworfen
wurde,
behinderten
und
alten
Menschen
zu
helfen.
Damit er
auch
Treppen
bewältigen
kann,
bekam
ASIMO (Advance
Step In
Innovative
Mobility)
Beine
und Füße
wie ein
Mensch,
er kann
Türen
öffnen,
Licht
anknipsen,
und
Dinge
von
einem
Regal
auf
einen
Tisch
bewegen.
Seine
Augen
sind auf
der
Augenhöhe
eines
sitzenden
Menschen.
Am
coolsten
aber ist
die
Tatsache,
dass er
lernt
und
reagieren
kann;
wenn man
sich ihm
nähert,
hebt er
die Hand
zum
Gruße,
steht
man
weiter
weg,
winkt er
tatsächlich!
Er
erinnert
sich
sogar an
Gesichter
und
begrüßt
einen
mit
Namen!
Am
Donnerstagabend
tanzte
im
Thursdays
wieder
der Bär.
Auf der
drehenden
Tanzfläche
ist das
Discofeeling
komplett,
mit
Musik
aus den
80ern.
Oben auf
dem Dach
des 21.
Stocks
des
Hotel de
la
Montagne
(beherbergt
im
Erdgeschoss
und
Keller
eben
genanntes
Thursdays)
mitten
in
Montréal-Downtown
wurde
zur
Latino-Live-Musik
getanzt,
mein
Zimmer
lag nur
ein paar
Stockwerke
darunter,
die
Musik
(und vor
allem
das
durch
die
Betonwände
nach
unten
schallende
Geräusch
tanzender
Absätze)
machten
Schlafen
ohne
Ohrenstöpsel
zur
Herausforderung...
Am
Freitag
dann -
endlich
-
Sonnenschein
und
Wärme.
Wir
dachten
ja schon
alle,
wir
wären im
kanadischen
Winter
gelandet,
aber die
Sonne
hatte
ein
Einsehen
mit uns.
Auch
abends
war es
noch
schön
warm,
die
Innenstadt
wie
immer
voller
Leben.
An jeder
Straßenecke
Party,
die
Crescent
Street
war
gesperrt
und vor
Jacques
Villeneuves
Newtown
war eine
riesige
Bühne
mit
einer
wirklich
guten
U2-Coverband.
Es war
noch
immer
schön
warm,
das ist
schon
eines
der
angenehmen
Phänomene
einer
Großstadt,
sie
heizt
sich auf
und hält
auch
abends
noch die
Wärme.
Nach
einem
kleinen
Spaziergang
durch
die
Partystraßen
waren
wir beim
Japaner,
All-you-can-eat-Sushi
- wie
immer
hervorragend
-, und
ich war
froh,
dass es
den
Laden
noch
gab, das
kann man
ja nach
einem
Jahr nie
wissen.
Angenehm:
Man
musste
nicht
alles
auf
einmal
bestellen,
sondern
konnte
immer
wieder
nachordern.
Wer sein
Sushi
aber
nicht
aufaß,
musste
pro
Sushi
einen
Dollar
Strafe
zahlen,
eine
gute
Idee um
Essensverschwendung
zu
verhindern!
Danach
noch ein
kurzer
Abstecher
auf die
Rooftop-Bar
meines
Hotel de
la
Montagne
- wie
immer
genialer
Ausblick
auf das
nächtliche
Montréal,
diesmal
ganz
besonders:
Ein
aufziehendes
Gewitter
schickte
riesige
Blitze
über die
Skyline.
Mir
sollte
es recht
sein,
denn
dann
fing es
an zu
regnen
und die
Band
musste
zusammenpacken.
Das
wiederum
bedeutete,
dass ich
diese
Nacht
früher
schlafen
konnte,
ohne den
Partylärm
vom 20.
Stock
bis
herunter
zu
meinem
17.
Stockwerk
zu
hören.
.
Am
Samstag
- Gott
sei Dank
- wieder
traumhaft
schönes
Sommerwetter.
Ich habe
mir beim
Warten
auf die
Stimmen
nach der
Qualifikation
doch
glatt
einen
leichten
Sonnenbrand
geholt.
Das
Licht
über der
Ruderstrecke
bei
unserem
abendlichen
Kilometermarsch
zum
geparkten
Auto:
wunderschön.
Abends
dann der
Megatrubel
und Stau
in der
Innenstadt
- es ist
schon
herrlich,
wenn ein
Polizist,
der für
alle die
komplette
Straße
sperrt,
die (in
Kanada
nicht
grüne)
Minna
zur
Seite
fährt,
damit
man zu
seinem
Hotel
über die
gesperrte
Straße
durch
kann.
Und
trotz
Rambazamba
auf den
Straßen
rund um
Hotel de
la
Montagne,
Crescent
Street
und
Newtown
konnte
ich zum
Dinner
mit
einem
netten
Kollegen
tatsächlich
einen
guten
Tisch im
Eggspectations
ergattern.
Nach
einem
Pitcher
erfrischender
Sangrias
und
leckeren
Crêpes
haben
wir uns
dann
noch den
nächtlichen
Ausblick
von der
Rooftop-Bar
gegönnt.
Sonntagabend
hieß es
Abschied
nehmen
von
meiner
Freundin
Charlie,
die ihr
letztes
Rennen
hatte
und
jetzt
auf
Jobsuche
ist. Die
Party
war in
Jacques
Villeneuves
Newtown,
vom
Besitzer
selbst
hatte
ich das
ganze
Wochenende
keine
Spur
gesehen.
Nachdem
er bei
einer
Pressekonferenz
am
Anfang
der
Woche
Formel-1-Wunderkind
Lewis
Hamilton
kritisiert
hatte,
ließ er
sich
nicht
mehr
blicken.
Um
der
Tradition
zu
folgen,
durfte
natürlich
auch am
Montagmorgen
das
Frühstück
im
Eggspectations
nicht
fehlen.
Naja,
okay, es
war eher
Mittag
und
Brunch.
Wie auch
immer,
in
keinem
anderen
Restaurant
habe ich
je mehr
verschiedene
Gerichte
mit
Eiern
gesehen,
in den
unterschiedlichsten
Arten
zubereitet!
Übrigens:
Ich
dachte
ja
schon,
ich
hätte
Pech
gehabt,
als mein
Koffer
bei
meiner
Ankunft
in
Montréal
nicht
auf dem
Gepäckband
war. Um
Mitternacht
konnte
noch
immer
niemand
bei der
Air
Canada
sagen,
wo er
tatsächlich
gelandet
war,
doch am
nächsten
Morgen
um 6:00
Uhr rief
der
Concierge
meines
Hotels
an und
brachte
mir
meinen
Koffer
aufs
Zimmer.
Doch
richtig
schief
gelaufen
ist es
bei
einer
japanischen
Kollegin.
Kurz vor
ihrer
Abreise
"verstarb"
ihr
Laptop.
Einen
neuen
konnte
sie nur
online
bestellen,
dieser
konnte
aber
erst am
Mittwoch
nach dem
Montréal-Grand-Prix
nach
Indianapolis
geliefert
werden.
Dann
wurde
ihr in
London
ihr
Blackberry
gestohlen,
damit
war
keine
Emailkommunikation
mehr
möglich.
Als dann
am
nächsten
Tag auch
noch ihr
Handy
den
Geist
aufgab,
war sie
von
jeglicher
Kommunikation
abgeschnitten.
Die
Krönung:
Ihr
Gepäck
kam
ebenfalls
nicht in
Montréal
an und
wurde am
Samstagnachmittag
dann
endlich
in
London
(!)
lokalisiert!
Naja,
wenigstens
war sie
heil
angekommen
und
hatte
dazu
noch das
Glück,
dass ein
anderer
Kollege
einen
Ersatzlaptop
dabei
hatte,
den sie
benutzen
konnte,
um
arbeiten
zu
können!
Mit
diesen
Gedanken
sind die
Koffer
gepackt,
ich muss
Montréal
wieder
verlassen
und
freue
mich
schon
jetzt
auf
nächstes
Jahr!
Jetzt
geht es
gleich
weiter,
ohne
Pause
nach
Indianapolis
-
krasser
Unterschied
zu
Montréal!
Ich
fliege
von hier
direkt
nach
Chicago
und
fahre
dann
runter
durchs
"platte
Land"
nach
Indianapolis...